DEUTSCHLAND
Musikstudienreise im 250. Todesjahr Georg Friedrich Händels
„Ein Deutscher und doch ein Genie – welch ein Wunder" – Mit diesen etwas spöttischen Worten charakterisierte der irische Barockschriftsteller und Satiriker Jonathan Swift einen schon zu Lebzeiten berühmten Zeitgenossen: Georg Friedrich Händel. Auch in unseren Tagen zählt der gebürtige Hallenser im angelsächsischen Kulturkreis zu den beliebtesten Komponisten schlechthin. In seinem 250. Todesjahr wollen wir uns aber nach Mitteldeutschland begeben und dort auf den Spuren des noch jungen deutschen Händel wandeln. Unter Leitung eines promovierten Musikwissenschaftlers wird die Reise dabei nicht nur zu den frühen Lebens- und Wirkungsstätten des später weltbekannten Tonschöpfers führen, sondern vor allem auch seine Zeitgenossen mit berücksichtigen, allen voran Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann. Höhepunkte der Reise sind Konzertbesuche der ausklingenden Händelfestspiele in Halle sowie des beginnenden Bachfestes in Leipzig.
Reiseverlauf
1. Tag Barocke Sinnesfreuden in Halle Fahrt von Stuttgart (Abfahrt 9 Uhr) über Würzburg (Zustiegsmöglichkeit um 11 Uhr) durch den Thüringer Wald nach Halle an der Saale: Hotelbezug für fünf Nächte. Am frühen Abend im Rahmen der Händelfestspiele 2009 Besuch der Veranstaltung „Sinnesfreuden – Ein musikalischer Streifzug durch barocke Lustgärten" mit Führung durch die Ausstellung der „Himmelsscheibe von Nebra", einem Büfett inkl. eines Schoppen Weins und einem Konzert im Atrium des Landesmuseums.
2. Tag Bach und Mendelssohn in Leipzig Am Vormittag in Leipzig Besuch einer Matinee im Rahmen des Bachfestes 2009: Die erste Preisträgerin des XVI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs 2008, die Sopranistin Marie Friederike Schöder interpretiert in der barocken Alten Handelsbörse am Naschmarkt Werke von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Stadtrundgang in Leipzig auf den Spuren von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Am frühen Abend Aufführung des Oratoriums „Theodora" (HWV 68) in der Marktkirche in Halle, wo der junge Händel ersten Orgelunterricht bei Friedrich Wilhelm Zachow erhielt. Es musizieren Geraldine McGreevy und Susan Bickley (Sopran), Lawrence Zazzo (Alt) sowie „Trevor Pinnock and Friends".
3. Tag Musikstädte an der Saale Ausflug nach Naumburg an der Saale: Kleiner Stadtrundgang mit Mittagsmusik in der Wenzelskirche an der großen Hildebrandt-Orgel, die zu den bedeutendsten Barockinstrumenten Mitteldeutschlands zählt und unter Anregungen von Johann Sebastian Bach gebaut wurde. Rückfahrt über Weißenfels an der Saale, wo an der Orgel der Schlosskapelle Händels Talent entdeckt wurde. Besuch des Heinrich-Schütz-Hauses mit seiner Ausstellung zur Weißenfelser Musikgeschichte. Am Abend in Halle Konzert in der Ulrichskirche: Elizabeth Watts bietet mit „The English Concert" unter Harry Bicket Werke von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi.
4. Tag Händelstadt Halle und Bachstadt Köthen Am Vormittag Gelegenheit zum Gottesdienstbesuch im Dom zu Halle, wo Händel als Organist tätig war. Anschließend kurze Kirchenführung und Rundgang durch das Händelhaus mit seiner gut gestalteten Ausstellung zu Leben und Werk Händels. Am Nachmittag bei Wunsch Ausflug nach Köthen, wo Händels Zeitgenosse Johann Sebastian Bach seine „weltlichen Jahre" verbrachte. Am Abend Fahrt in die Galgenbergschlucht: Abschlusskonzert der Händelfestspiele mit prächtigem Musikfeuerwerk. Die Staatskapelle Halle musiziert unter der Leitung von Martin Haselböck.
5. Tag Zeitgenosse Georg Philipp Telemann Am Vormittag kurzer Ausflug nach Magdeburg, dem Geburtsort von Georg Philipp Telemann, einem guten Freund Georg Friedrich Händels: Besichtigung des romanischen Doms. Am Nachmittag Fahrt nach Leipzig, wo Telemann mit dem „Collegium musicum" ein Vorläuferensemble des heutigen Gewandhaus-Orchesters gründete. Am Abend Besuch eines Orgelkonzertes in der Leipziger Thomaskirche im Rahmen des Bachfestes: Bernard Foccroulle spielt von Bach Präludium und Fuge Es-Dur (BWV 552) und die Choralbearbeitungen „Allein Gott in der Höh sei Ehr" (BWV 676), „Dies sind die heiligen zehn Gebote" (BWV 678), „Vater unser im Himmelreich" (BWV 682) und „Christ, unser Herr, zum Jordan kam" (BWV 684) sowie von Felix Mendelssohn Bartholdy Präludium und Fuge c-Moll, op. 37 Nr. 1 und Sonate f-Moll, op. 65 Nr. 1.
6. Tag Bach in Thüringen Auf der Rückfahrt kurzer Halt in den Thüringer Bachorten Weimar und Dornheim. Weiterfahrt durch den Thüringer Wald nach Würzburg (Ankunft gegen 18 Uhr) und Stuttgart (Ankunft 20 Uhr).
Leistungsbeispiele
- Busreise im modernen Reisebus ab/bis Stuttgart sowie der weiteren Zu- bzw. Ausstiegsmöglichkeit in Würzburg
- Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad/Dusche und WC im guten Mittelklassehotel der offiziellen örtlichen 4-Sterne-Kategorie
- 5 x Übernachtung mit Frühstücksbüffet
- Fachlich qualifizierte Reiseleitung
- Sämtliche Konzertbesuche lt. Programm
- Alle Eintrittsgelder
- Trinkgeldpauschale
- Reiserücktrittskostenversicherung
Im Preis nicht enthaltene Leistungen
- Aufgrund der Konzertbesuche am Abend haben wir für Sie nur Übernachtung mit Frühstück gebucht.
Zusatzinfos
EinreisebestimmungenPersonalausweis oder Reisepass erforderlich!
Vorgesehenes HotelHalle (Saale) DE9K3001: Dorint Hotel Charlottenhof 4* Halle-Peissen DE9K3002: Mercure Hotel 4* (Änderungen vorbehalten; Kategorie nach offizieller, örtlicher Einteilung)
Wichtige Hinweise Änderungen der Konzertbesuche vorbehalten.
Abfahrtszeiten und -orte09.00 Uhr Stuttgart; 11.00 uhr Würzburg
Anmerkungen
Vorgesehene Konzerte (DE9K3002): 11.06.09 "Sinnesfreuden" Landesmuseum Halle 12.06.09 "Theodora", Marktkirche Halle 13.06.09 "Elizabeth Watts in Concert", Halle 14.06.09 Abschlusskonzert mit Feuerwerk, Galgenbergschlucht Die Tagesprogramme werden entsprechend angepasst.
Literaturempfehlungen
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