Zu unseren Reisen in den Nahen Osten
Die Länder
Die Länder des Nahen Ostens sind das Hauptreisegebiet der Biblischen Reisen. Es sind die Länder, in denen die Bibel entstand. Bis heute ermöglichen sie einen ganz neuen Zugang zum „Buch der Bücher". Aber auch ihre Gegenwart ist faszinierend und vielfältig wie in kaum einer anderen Region der Erde. Hinweise zu den Ländern Äthiopien und Iran finden Sie im Bereich Fernreisen.
Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsbürger benötigen in allen Ländern des Nahen Ostens einen Reisepass, der noch sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig ist. Bei der Einreise nach Syrien und in den Libanon darf kein israelischer Sichtvermerk im Pass enthalten sein; ggf. können Sie mit einem Zweitpass reisen, der Ihnen von den Behörden in Deutschland ausgestellt wird. Sie erhalten ein Touristenvisum bei der Einreise, sofern eine Gruppenanreise erfolgt. Exkursionen von Syrien aus in die Nachbarländer Libanon oder Jordanien müssen wegen des Sammelvisums mit der gesamten Gruppe erfolgen.
Deutsche Staatsangehörige, die nach Israel reisen wollen und vor dem 1.1.1928 geboren sind, müssen vor der Reise ein Visum bei den konsularischen Vertretungen des Staates Israel beantragen. Antragsformulare erhalten Sie mit Ihren Buchungsunterlagen. Für die Einholung dieses Visums ist der Reisende verantwortlich. Die Kosten sind nicht im Reisepreis enthalten. Beachten Sie bitte unbedingt auch die Ziffer 9 unserer Reisebedingungen und die Hinweise bei unseren wichtigen Reiseinformationen.
Gesundheit / Impfungen
Impfungen sind in keinem der Länder des Nahen Ostens zwingend vorgeschrieben. Darmstörungen kommen bei Reisen in den Vorderen Orient häufiger vor. Wir empfehlen deshalb die Mitnahme entsprechender Medikamente und eine Konsultation des Hausarztes beim Zusammenstellen Ihrer persönlichen Reiseapotheke. Bitte beachten Sie außerdem unsere Hinweise bei unseren wichtigen Reiseinformationen.
Klima
Ägypten hat teils subtropisches, teils trockenes Wüstenklima mit starken Tag- und Nachtschwankungen. Der nördliche Teil des Landes hat ausgesprochenes Mittelmeerklima; nur hier kann von Jahreszeiten gesprochen werden mit wenigen Regentagen im Winter. Oberägypten hat nur zwei Jahreszeiten: Eine relativ kühle (November bis April) mit Tagestemperaturen kaum unter 15°C und eine heiße (Mai bis Oktober) mit Tagestemperaturen bei 40°C.
Für den Sinai gelten besondere Klimaverhältnisse: An den Küsten des Roten Meeres bzw. am Golf von Suez liegen die Temperaturen im Winter zwischen 15°C und 20°C, im Frühjahr und im Herbst bei ca. 25°C bis 35°C und im Sommer bei 30°C bis 45°C. In den Bergregionen des Sinai sind die Temperaturen jeweils ca. 10°C bis 15°C geringer.
Jordanien und Syrien liegen im Übergangsbereich vom Mittelmeer- zum Wüstenklima. Im Frühjahr und Herbst liegen die Temperaturen tagsüber zwischen 20°C und 30°C, in den Ebenen und am Toten Meer auch bis zu 10°C höher. In den Sommermonaten steigt das Thermometer nicht selten über 40°C. In den Wintermonaten kann es allerdings auch unter den Gefrierpunkt fallen. Außerdem muss mit vereinzelten Regen- oder sogar Schneefällen gerechnet werden.
Israel/Palästina und der Libanon haben Mittelmeerklima mit milden Wintern und warmen Sommern. Die Temperaturen innerhalb des Landes sind jedoch sehr verschieden. In der Küstenebene ist es deutlich wärmer als im Bergland. Auch hier ist im Winter (November bis März) mit Regenfällen zu rechnen. Von Mitte November bis Ende April sind die meisten Pässe über das Libanon-Gebirge verschneit und unpassierbar. In Israel ist die Negevwüste vom Wüstenklima geprägt mit starken Tag- und Nachtschwankungen.
Kleidung
Beim Besuch von „Heiligen Stätten", Kirchen und Moscheen bitten wir Sie um dezente Kleidung (ärmellose Oberteile und Shorts sind unerwünscht). Unsere Reiseleiter/innen geben Ihnen für das jeweilige Tagesprogramm entsprechende Hinweise.
Sicherheit
Wir orientieren uns an den Sicherheitshinweisen und Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes! Ägypten ist eindrucksvoll bemüht, die Sicherheit der Reisegäste zu gewährleisten. Aus Sicherheitsgründen werden manche Stätten nur im Buskonvoi angefahren (z.B. Assuan-Abu Simbel; Luxor-Hurghada; Luxor-Abydos), was bisweilen zulasten von Bequemlichkeit und Individualität geht.
Der Süden des Libanon befindet sich nach dem Krieg im Sommer 2006 in einer Aufbauphase. Ob die Region um Tyrus und Sidon 2007 bereisbar ist, ist derzeit noch nicht absehbar. Entsprechend den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes wird die ehemalige Sicherheitszone im Grenzgebiet zu Israel gemieden. Ebenso wenig wird die nördliche Beka'a-Ebene rund um Hermel besucht.
Reisen nach und in Jordanien können sicher und ungehindert durchgeführt werden.
Bei einer Reise nach Israel/ Palästina werden beim Hin- und Rückflug aufwändige Befragungen, seltener auch Gepäckkontrollen durchgeführt, die der Sicherheit der Passagiere dienen. Wir bitten Sie deshalb, Ihre Anreise so einzurichten, dass Sie mindestens zwei Stunden vor Abflug am Abfertigungsschalter sind, sowie um Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Mit geringen Einschränkungen sind Reisen für Touristen in Israel und Palästina wieder problemlos möglich.
Religion, Feste, Reiseprogramme
Die Länder des Nahen Ostens sind mehrheitlich islamische Länder. In allen gibt es christliche Minderheiten verschiedenster Konfession; im Libanon liegt der Anteil der Christen sogar bei knapp 50%.
Der islamische Kalender basiert auf dem Mondzyklus; das Jahr hat nur 354 - 355 Tage. Die Zeitrechnung beginnt mit der Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahr 622 n. Chr. Am 29. Dezember 2008 beginnt deshalb das Jahr 1430. Während des Fastenmonats Ramadan (21.08. - 19.09.2009) sind tagsüber Restaurants und Geschäfte größtenteils geschlossen, und es kann in den Dienstleistungen (Hotelservice, Transport) zu Beeinträchtigungen kommen. Da während des Ramadan tagsüber gefastet wird, dürfen Muslime weder essen noch trinken noch rauchen. Wir bitten unsere Gäste, diese Sitten zu respektieren und sich in der Öffentlichkeit vor allem mit dem Rauchen zurückzuhalten. Die von uns gebuchten Hotels bieten normalen Service an. In einigen islamischen Ländern kann es zu veränderten Öffnungszeiten und daher zu Programmänderungen mit einem etwas gedrängten Ablauf kommen. Die anderen islamischen Feste werden ohne Fastenvorschriften gefeiert und berühren den Besucher nicht. Israel versteht sich als jüdischer Staat. Rund 85% der israelischen Bevölkerung gehören dem jüdischen Glauben an. Die übrigen Einwohner sind Muslime, Christen, Drusen, Samaritaner und Bahai. (Die Zahl der palästinensischen Christen hat in den letzten Jahren drastisch abgenommen.). Der jüdische Kalender basiert ebenfalls auf dem Mondzyklus. Durch Schaltmonate wird der Kalender aber auf das Sonnenjahr abgestimmt, so dass die Feiertage jedes Jahr etwa in der gleichen Jahreszeit liegen. Die Jahreszählung beruht auf der biblischen Chronologie. Deshalb beginnt am 19.09.2009, am Neujahrstag (Rosch HaSchana), das Jahr 5770 nach Erschaffung der Welt. Am jeweiligen Vorabend sowie am ersten Tag des Pesach-Festes (09.04.2009) und des Sukkot-Festes (03.10.2009) sowie am Versöhnungstag Jom Kippur (28.09.2009) stehen keine jüdischen Reiseführer zur Verfügung. Das öffentliche Leben ruht, und es sind keine archäologischen Stätten geöffnet. Deshalb stellen unsere Reiseleiter/innen ggf. vor Ort das Programm um, damit nichtjüdische Stätten besichtigt werden können. Der wöchentliche Feiertag ist der Sabbat, der von Freitagabend bis Samstagabend gefeiert wird. Das öffentliche Leben endet am Freitagnachmittag. Das Programm wird diesen Gegebenheiten angepasst. An den Orten, wo es angebracht ist, nehmen wir auch Rücksicht auf den christlichen und islamischen Festkalender.
Ein offenes Wort
Die Länder des Nahen Ostens sind weitgehend orientalisch geprägt. Die touristische Infrastruktur ist in den letzten Jahren ständig verbessert und erweitert worden. Trotzdem kann es manchmal zu Unzulänglichkeiten kommen. Jeder Tag kann, gerade bei verstärktem Besucherandrang, für eine Überraschung, einen Umweg oder eine Geduldsprobe gut sein. Das gilt auch bei den Grenzübertritten. Wir müssen uns eine Änderung der Reiseroute und ggf. Programmänderungen aus technischen oder sicherheitspolitischen Gründen vorbehalten. Meist werden die Unannehmlichkeiten aber durch die sprichwörtliche orientalische Höflichkeit und Freundlichkeit wettgemacht.
|